Vorbei.

Landeanflug Hamburg. Ich sitze im Flugzeug und tippe diesen Text zum zweiten mal, weil mein Handy sich überlegt hat, den ersten spontan zu löschen. Danke, ich habe dich auch lieb.

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Gerade war der Stewart bei mir und mit Lindorschokolade geschenkt. Ich hatte ihm erzählt, dass ich 6 Monate in Norwegen war und jetzt zurück nach Deutschland fliegen würde. Er meinte, dass es bestimmt schrecklich wäre dieses schöne Land zu verlassen und ich deshalb Trost brauche. Lindor!!! Meine Lieblingsschokolade!!! Und ja er hat recht!!!

Die Zeit ist gerannt, ohne Pause. Mit einer irren Kondition. Ohne Rückfragen, ob es nicht zu schnell ist! Und dann ist sie einfach ins Ziel gerannt. Oder ins Ende. Jedenfalls sind meine knapp 6 Monate Erasmus vorbei. Ratz Fatz. Ohne Vorwarnung. (Naja, eigentlich nicht. es gibt ja so was Magisches, dass sich Kalender nennt.) Aber emotional ohne Vorwarnung.
Ich habe mir in diesem atemberaubenden Land ein zweites beziehungsweise drittes Zuhause gesucht. Die rauen Felsen und tiefen Fjorde lieben gelernt, und auch den Regen, den Nebel und die tiefhängenden Wolken. Ich habe mir in einem hässlichen Betonklotz einen Ruckzugsort geschaffen und immer wieder neues entdeckt, was den Ort zu etwas besonderem macht.
An dieser Stelle danke an alle. An die, die mich unterstützen, die, die auf mich warten, die, die immer für mich da sind und besonders die, die mich in Norwegen mit offenen Armen empfangen haben. Danke!!!
Die letzten Tage waren perfekt. Kareen? Vera? Ihr seid die Besten!! 🙂 Das Wetter war ein kleines sonniges warmes Weltwunderchen und ich war auf Hellesøy (Mein persönliches Fleckchen Himmel). Außerdem sind wir den Løvstakken hochgelaufen und ich durfte erfreut feststellen, dass mein norwegisches Powertraining echt seine Erfolge hat. Am Anfang meiner Bergenzeit war der Berg noch eine körperliche-Limit-Erfahrung. Gut, damals lang Schnee, aber trotzdem.!

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Uiiiiii, ich sehe Hambuuurg! Dann höre ich jetzt auch mal auf rumzuschwärmen. Ich habe genug schwülstige Aussagen gemacht. Und freue mich stattdessen auf Kiel!!!!! :))
So. Jetzt geht’s los. Ich hoffe mein Gepäck ist vollständig.
Macht’s gut!!!
Eure Insassen

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Befehl an Zeit: STOP!

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Nur noch wenige Tage, dann geht es für mich zurück nach Deutschland. AAAAARG. Ich weiß noch gar nicht was ich denken, fühlen, tun soll. Kann jemand mal bitte diese Riesenmaschine Namens Zeitmator anhalten!? Ich freue mich schon irre euch alle wiederzusehen, aber wie bitte ist das letzte halbe Jahr so dermaßen gruselig schnell vergangen? Aber schöne Sachen gehen bekanntlich immer schnell. Man muss die Momente genießen, dann stört es nicht, wenn sie vorbei sind, weil man so viele schöne Erinnerung hat.

Eine Frage bleibt trotzdem noch: Was mache ich mit diesem Blog? Einfach vergammeln lassen, warten lassen bis zur nächsten Reise? Hm. Ich werde mir da nochmal was überlegen. Erstmal genieße ich die letzten Tage.

Macht’s gut ihr Lieben und ein großes Danke für die Unterstützung! ❤

Interrailtrip Teil 3: Lieblingsstadt und Traumnatur

Stockholm ist ein Irrgarten!!! Man sieht die Gleise und kommt doch nicht auf den Bahnsteig!!! Es gibt zu viele Brücken. Aber ich fange mal vorne an.
Erstmal: Wir sind jetzt neuerdings einer mehr. Andi aus Österreich. Aber das ist eigentlich auch noch nicht der Anfang. Das Abenteuer Stockholm fing damit an, dass uns der Zug irgendwo im Untergrund ausgespuckt hat und wir uns ewig in dem monströsen Bahnhof verlaufen haben. Das Viech hat mehrere Gebäude, mehrere Ebenen und eine – Entschuldigt den Ausdruck – bescheidene Beschilderung. Zudem sollte man echt empfehlen einen Stadtplan dabei zu haben, wenn man eine neue Stadt besucht. Aber ja! Hei! Wir rennen gerne mit ultraviel Gepäck durch die Gegend und lassen uns von Schweden dafür auslachen. Solange sie gut aussehen 😀 und das tun sie. Muss ich wirklich sagen. Zurück zum eigentlichen: Wir haben uns verlaufen. Mehrfach. Nach dem wir den Bahnhof in die richtige Richtung nämlich verlassen haben, ging es los mit dem Brückenwirrwarr. Wie kann eine Stadt bitte schön SO dermaßen viele Brücken haben? Und warum fasst der Stadtplan drei zu einer zusammen? Man sieht das Ziel und weiß nicht wie man hinkommen soll. In unserem Fall war das Ziel ein Boot. Ein Rotes Boot im Zentrum der Stadt. Darauf befindet sich ein Hostel mit wunderschöner Aussicht. Aber auch ein dauerhaft schaukelndes Hostel.

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Vier Tage auf Wolke 7: Sundsvall!

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Hier bin ich wieder. Aus der Internetfreien-Zone rausgeflogen. Irgendwie hat es mir gefallen. Das ganze mediale Chaos einfach mal ausblenden! Nagut, aber euch zu berichten, was wir so machen, das mache ich ja gerne.
Wir sind gerade auf dem Weg nach Stockholm. In einem Zug, in dem die zweite Klasse wie in Deutschland wahrscheinlich ein Privatzug für ganz ganz besondere Leute wäre (Damit will ich sagen: Exquisiter als die erste Klasse!) Es gibt Beinfreiheit und freies WLAN. Wow. Achja und gerade rasen wir mit 178 kmh durch den Wald.

Die letzten Tage haben wir in Sundsvall bei Freunden verbracht. Es war wie im Paradies. Schweden an sich ist schon so traumhaft schön. Die grünen Bergen sind wie sanfte Wellen und die Wälder so hellgrün und verwunschen. Dazwischen sind dann die roten Häuschen mit grünen Türen. Das alles strahlt eine so schöne Ruhe und ehrliche Romantik aus, die man so nicht so schnell findet. Auch wenn die Schweden selber wahrscheinlich nicht so den verklärten Blick auf ihr Land haben, kann man die Schönheit einfach nicht leugnen.
Zudem wurden wir ziemlich verwöhnt. Es gab unglaublich leckeres Essen. ICh weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Erstmal fluffig saftiger Lachs und Dorsch. Dann haben wir einen upside down Rhabarberkuchen mit frischem Rhararber aus dem Garten nahe dem Sommerhaus gebacken. Man platziert erst den Rharbarber in der Form und dann wird der Teig darüber gegossen. So bleibt die Frucht schön saftig und trocknet nicht aus. Am Ende stürzt man dann das Ganze. Viola.

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Außerdem haben wir uns die Stadt angeguckt von unten und oben. 😀 und einfach nur auf der Terasse des kleinen roten Häuschens (Wobei es eigentlich gar nicht klein ist! Aber das hört sich so schön an…) mit Blick auf einen Fjord entspannt. Leider mussten wir auch für den Jägersberg arbeiten. Aber wer ein Haus retten will, sollte sich nicht beschweren. 😉

Eins bin ich mir sicher, ich werde wiederkommen. Es ist viel zu viel Honig-Seele-Baumel-Stimmung, um es nicht zu tun. Das war’s erstmal von mir. Ich bin gespannt auf Stockholm. Macht’s gut. Haltet die Ohren steif und bis dann :)) !

Hei Hei! Insa

Oh oh ich vergaß: Wir waren shoppen. 😀

Interrail-Trip Teil 1

Endlich habe ich Internet und dann kann das folgende abschicken. Unsere aktuelle Aussicht (Wie kann man denn da schlafen?!?!?!):

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Guten Abend! Oh Jiha! Blogbeitrag auf dem Handy tippen! Das wird wohl eine der vielen neuen Erfahrungen, die ich in den letzten 24h gemacht habe. Aha. Meine Überleitungen leiden an Schlafmangel. Meine Rechtschreibung, Grammatik ect. wahrscheinlich auch. Ich warne euch schon mal profilaktisch (Schreibt man das ernsthaft so??). Vor 24h sind wir, bestehend aus Carina, Eichhörnchen Susa, irrsinnig viel Proviant, ein paar Gegenständen zum alltäglichen Überleben, zwei quitschgrünen Kissen und mir in Bergen in den Nachtzug nach Oslo gestiegen.

Nachdem wir nachmittags die Tickets gekauft und Plätze reserviert hatten, stellten sich schnell zwei, sagen wir mal eher negative Überraschungen ein. Erstens waren unsere Reservierungen auf einem Vierer, was einen nächtlichen Kampf um Beinfreiheit mitsichbrachte und die seltsame Erfahrung sich gegenüber von zwei sich leicht paranoid verhaltenden (Rucksack abschließen, Kamera Nacht um den Hals hängen haben….) Komplett Fremden zu schlafen. Zweitens mussten wir leider festellen, dass die uns die falschen Tickets verkauft hatten. Für einen zu langen Zeitraum. Grmpf. Aber laut dem freundlichen Bahnangestellten besteht noch Hoffnung das Ticket umzutauschen, da es eindeutig nicht unsere Schuld ist. Maaaaaaal sehen.

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Crazy Norway!

Moinsen!

Jaaaaaha, ich weiß. Es ist schon eine Weile her, dass ich mich das letzte mal hier gemeldet habe. ABER es war auch sehr viel los. Ich gehe mal der Reihe nach vor.
Erst einmal: Mein Semester hier ist vorbei! Wie schnell das ging! Wrrrrraaa. Das hatte ich nicht erwartet. Der krönende Abschluss war ein Semesterbericht mit gut 60 Seiten. Ein Glück, dass wir das nicht an der Muthesius machen müssen! Das war vielleicht nervig, alles nochmal wieder aufbereiten und kommentieren, was man denn alles gelernt hat: Juhu! Das heißt im Klartext, sich die Augen vom Laptop quadratisch starren. Zum Glück, gab es kleine Lichtblicke zwischendrin (Danke Kareen, für den Kuchen!! 🙂 ). Außerdem war ja letzten Sonntag, norwegischer Nationalfeiertag. Witzige Angelegenheit das Ganze.

Man beginnt um 8:00 morgens mit einem ausgiebigen Frühstück und (wenn nicht noch vom Vorabend betrunken) jeder Menge Alkohol. Mir war Whisky um die Uhrzeit ein bisschen zu extrem, aber damit war ich ziemlich alleine. 😀 Um das alles besser zu verstehen, muss ich euch nochmal eben von den Russ erzählen. Es gibt hier nämlich eine sehr krasse Pre-Examen-Schul-Abschluss-Tradition. Die besagt zusammengefasst: Rote Hose an und dann trinken und Tumult veranstalten. Und das bevor man die Prüfungen geschrieben hat. Gut vier Wochen lang (11.April bis 17.Mai). Mit Challenges von Nacktbaden über Frühstück auf einem Verkehrskreisel bis hin zu Sex mit 17 verschiedenen Partnern (in 17 Tagen! Sportlich!). Da soll mir nochmal jemand sagen die Deutschen und ihre Lloret de Mar – Fahrten wären verrückt. Je nachdem was man so für Aufgaben bestanden hat, bekommt man ein Abzeichen. Entweder per Edding auf die Hose oder als Knoten an die Kordel der Hüte (Die hier aber anscheinend aus Coolnes-Gründen nicht getragen werden). Zudem haben diese Russ dann noch einen eigenen Bus (bis zu 200.000€) für diese Zeit und Visitenkarten, die an kleine Kinder verteilt werden. Daraus folgt eine Sammelsucht. „Ich tausche Håkon gegen Janne. Janne ist viel cooler.“ Ähm, ja. Wenn jemand das noch nicht reicht: http://en.wikipedia.org/wiki/Russefeiring! Oder als Film in der Party-Edition: https://www.youtube.com/watch?v=fvCCQhdUv2U!

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Schlicht ist schneller!

Ich hab nachgezählt. War ein Fehler. 9 Projekte. Gleichzeitig. Ein bisschen viel. Aber auch nur ein bisschen.
Gestern Nacht habe ich zumindest eins abgeschlossen: insadesign.de ! Das wahrscheinlich reduzierteste, was ich je gemacht habe! Aber es erfüllt seinen Zweck. Die Norweger sind eher so die Aufgabe-bekommen-Lösung-machen-und-dann-erst-Lösung-suchen-Menschen, da habe ich mich noch nicht dran gewöhnt. Eine halbe Woche Zeit für eine Website ist irgendwie nicht so ganz mein Ding. Also habe ich alle komplexen Lösungsansätze gestern Nacht über Bord geworfen, um heute dann eine sagen wir mal eher schlichte Website zu präsentieren. Sie ist immerhin schon mal eine gute Grundlage für kommende Ergänzungen. Relaunch-Time!

Wer ganz clever ist, findet auf der Seite auch mein letztes Illustrationsprojekt. Tipp: Follow my eyes! 🙂

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Des Weiteren möchte ich euch offiziell mitteilen, dass ihr euch auf Berichte über einen Interrailtrip quer durch Schweden und Norwegen freuen könnt! Anfang Juni geht’s los. Mehr wird noch nicht verraten. Tip-Top-Secret-Planungsphase gerade.

Achja: Zum heutigen Wetter in Bergen.

Aufwachen: geschockerfreut über blauen Himmel und Sonne.
Aufstehen: Griesgrämige Wolkenobservation -> weiß-grau-dunkelgrau.
Frühstücken: Sprühregen.
Zur Tram gehen: Bindfadenregen.
Zur Uni gehen: Hagel! Autsch! (Durchmesser: 6mm!!)
In der Uni sitzen: Grau!
Prognose für restlichen Tag: Wiederholung des Vorgangs ab dem Frühstückspart!!! Ansonsten würden die hier auch gleich alle verbrutzeln! (Vor ein paar Tagen haben die hier ernsthaft nach 2(!)h Sonne den Rasen gesprengt! Der könnte ja braun werden bei dieser starken Sonneneinstrahlung! haha)

Das war’s für’s erste! 🙂 Macht’s gut und einen schönen Tag euch.

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Korrektur: Es scheint die Sonne! Incredible! Wenn man sich einmal anmaßt Wettervorhersagen zu machen, passiert das Gegenteil! „ES WIRD DEN GANZEN SOMMER UND FRÜHLING ÜBER REGNEN! ICH BIN MIR GANZ SICHER!“.